Ein Jahr in Lima

Viele haben mich gefragt was inzwischen aus uns geworden ist und wie es uns in einer so grossen Metropole so ergeht. Die Gründe warum wir plötzlich in der Hauptstadt gelandet sind habe ich in unserem letzten Blog beschrieben. Obwohl Oxapampa nur 400 km von Lima entfernt liegt, ist Lima doch eine ganz andere Welt. Die Landung in Lima war turbulent, aber eine Bruchlandung konnten wir zum Glück abwenden.

Wir sind so froh, dass wir eine Dachwohnung gefunden haben. So haben wir trotz allem das Gefühl auch ein wenig draussen zu sein.
Mit Kollegen der Schule fahren wir oft mit dem Mountainbike auf den „Morro Solar“ ein Hügel im Süden von Lima.

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Buchprojekt: „Mit Maus und Machete“

Nachdem das erste Crowdfunding nicht ganz geklappt hat, habe ich nun ein zweites wesentlich schlankeres Projekt publiziert. Es geht darum die Druckkosten zu decken. Wie beim letzten mal gibt es wieder attraktive Prämien und natürlich Bücher zu gewinnen. Kannst du uns unterstützen oder unser Projekt weiterverbreiten?

Das Ende des Schuljahres

In Peru hört das Schuljahr im Dezember auf und fängt anfangs März wieder an. Die Schüler haben also ziemlich lange Sommerferien. Durch das Jahr hindurch gibt es dann dafür fast keine Ferien mehr. In den staatlichen Schulen 2 Wochen von Ende Juli bis Mitte August und in vielen privaten Schulen im Mai und im Oktober jeweils eine Woche. Auch bei uns im Colegio Peruano Suizo Oxapampa ist das Schuljahr am 18. Dezember zu Ende gegangen. Die Schüler haben ihre Sachen gepackt und ihre Hefte, Zeichnungen und Malarbeiten nach Hause genommen und das Schulhaus ist plötzlich gespenstisch leer geworden. Auch für uns war es ein Abschied, denn das nächste Schuljahr im «Peruano Suizo» wird ohne uns anfangen. Trotz einigen wehmütigen Augenblicken fühle ich grosse Zufriedenheit, dass wir eine funktionierende Schule an ein Team von Lehrerinnen und Lehrern übergeben können. Natürlich gibt es noch vieles zu verbessern und die Schule muss zuerst einmal in der Gesellschaft von Oxapampa ihren Platz finden, aber trotz allem: der Anfang ist gemacht und das Colegio ist mit rund 80 Schülern gut aufgestellt.

Hier einige Impressionen vom Tag der offenen Türe vom 17. Dezember.

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Grosse Veränderungen

Das gemächliche Leben in Oxapampa werden wir sicher vermissen.
Das gemächliche Leben in Oxapampa werden wir sicher vermissen.

Europa ist verunsichert wegen der verheerenden Terroranschläge von Paris. Schwer bewaffnete Polizisten stehen an strategischen Orten – auch in der Schweiz, so wie ich das gelesen habe. Peru hat in den neunziger Jahren eine schwere Zeit durchgemacht. Terroristen der Organisation «Sendero Luminoso» (leuchtender Pfad) beherrschten weite Teile Perus. Tausende Menschen flüchteten in die grösseren Städte und vor allem nach Lima. Obwohl die Zeit des Terrorismus überwunden ist, die Folgen sind bis heute spürbar. Die Migranten aus dem Hochland besetzten Hügel und Hänge rund um die Hauptstadt und verlangten nach Infrastruktur: Fliessendes Wasser, Abwasser, Strom, Strassen und öffentliche Verkehrsmittel. Dieses Ziel ist vielerorts erreicht, aber Arbeit, Bildung und Zukunftsperspektiven fehlen bis heute. Die Kriminalität ist heute hoch, vor allem in den «Pueblos Jovenes» den «jungen Dörfern». „Grosse Veränderungen“ weiterlesen

Eine Begegnung im Dschungel

Hans-Ruedi Bortis und Gattin mit der Band "Gypsy Sound System"
Hans-Ruedi Bortis und Gattin mit der Band „Gypsy Sound System“

Sechs Schweizer begegnen sich im peruanischen Dschungel. Einer von ihnen: Hans-Ruedi Bortis, Schweizer Botschafter in Peru, vier von ihnen die Teilnehmer der Gruppe «Gypsy Sound System Orkestra» und meine Person Mitbegründer vom «Colegio Peruano Suizo Oxapampa». Aber wie kommt es, dass Personen mit so unterschiedlichen Hintergründen und Zielen sich 400 km von Lima mitten im Dschungel treffen? „Eine Begegnung im Dschungel“ weiterlesen

Buchprojekt: Mit Maus und Machete

Buchcover-01Ab dem 1. Februar startet auf www.wemakeit.com ein Crowdfunding für mein Buch. Es geht darum das nötige Geld für die Druckkosten zu sammeln und eine Vortrags- und Leserreise in der Schweiz zu finanzieren. Als Belohnungen gibt es Vorträge in deiner Gemeinde, Verein oder Club, einen einwöchigen Aufenthalt bei uns in Oxapampa und natürlich Bücher und Ebooks. Wir freuen uns auf deinen Beitrag!

Zeit ein Buch zu schreiben


Dieses Jahr leben wir schon seit 6 Jahren in Oxapampa! Zeit etwas zurück zu schauen und einige Schlüsselerlebnisse festzuhalten: Mein Ziel ist es deshalb ein Buch zu schreiben und die wichtigsten Schnappschüsse von unserem Aufenthalt auf Papier zu bringen. Das Buch wird voraussichtlich im August oder September erscheinen und hängt stark von eurem Interesse ab. Kommen genügend Vorbestellungen zusammen geht das Projekt in den Druck. Ich habe auch vor nächstes Jahr im September oder Oktober in die Schweiz zu kommen und das Buch auf einer Leserreise durch die Schweiz (evtl. auch Deutschland oder Österreich) vorzustellen. In öffentlichen Vorträgen in Gemeinden, Kirchgemeinden, Vereinen, Clubs etc. zeige ich eine multimediale Präsentation über unsere Erlebnisse und natürlich über den Aufbau unserer Schule, das «Colegio Peruano Suizo Oxapampa». Wer Interesse hat sich ein Buch zu sichern oder einen Vortragstermin in seiner Gegend reservieren möchte kann mir das gerne schon jetzt mit einem Mail an walder@didaktis.ch mitteilen.

Für alle die nicht mehr warten können: Hier ein kleines «Müsterli» aus meinem Buch:

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Das Schulhaus steht, der Unterricht beginnt

Schon neigt sich das Jahr dem Ende entgegen, die Tage werden kürzer (bei uns zwar länger dafür regnerischer) und man überlegt sich wieder was man denn eigentlich das ganze Jahr lang gemacht hat. Auch ich hätte gerne mehr über uns erzählt aber die Zeit war einfach sehr knapp und die Schule hat uns von einem Tag auf den anderen sehr in Beschlag genommen und unseren Alltag ordentlich auf den Kopf gestellt. Im August 2013 ging es richtig los mit der Bauphase: die Metallstrukturen wurden zusammengeschweisst, das Material bestellt, die Handwerker gesucht etc etc. Ein guter Freund von mir konnte in Lima alle Materialen für die Wände und Böden kaufen und nach Oxapampa schicken. Insgesamt transportierten wir so ungefähr 15 Tonnen Material für 6 Schulhäuschen nach Oxapampa. Einzig die Holzleisten kaufte ich in einem lokalen Sägewerk. Dann gab es auch allerhand kleinere und grössere Schwierigkeiten zu lösen: Eines der grösseren war, dass das Gelände am Stadtrand liegt und der nächste öffentliche Strommast 150 m entfernt ist, das ist zwar nicht weit aber doch kostspielig wenn man ein so viele Meter Kabel kaufen muss. Die Überraschung war gross als der Metallbauer mit seinem Schweissgerät anfangen wollte und merkte, dass der Spannungsabfall so gross war, dass er nicht mehr richtig schweissen konnte. Also musste ein zweites Kabel her, um den Widerstand zu reduzieren. So konnte man immerhin leichtere Dinge vor Ort schweissen, aber für alle Stützen mussten wir einen leistungsfähigen Generator mieten. Trotz aller Herausforderungen muss ich aber sagen, dass sich diese Fertigbauweise gut bewährt hat, jetzt nach bald einem Jahr intensiver Nutzung gab es nur kleinere Reparaturen vorzunehmen. „Das Schulhaus steht, der Unterricht beginnt“ weiterlesen

Die Wahrheit der Landbesetzungen

Landbesetzungen (sp. Invasiones) sind ein weitverbereitetes Phänomen in Peru: Landlose Leute tun sich zusammen um ein Stück Land am Stadtrand zu besetzen, um darauf Hütten und später Häuser zu bauen. Dass sie weder Strom noch fliessendes Wasser haben nehmen sie in Kauf. Wenn wir über solche Besetzungen in Europa lesen neigen wir dazu dies zu Befürworten – ja als rechtmässiges Verhalten der armen Bevölkerung zu sehen. Die Wahrheit sieht leider anders aus:

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