Zeit ein Buch zu schreiben


Dieses Jahr leben wir schon seit 6 Jahren in Oxapampa! Zeit etwas zurück zu schauen und einige Schlüsselerlebnisse festzuhalten: Mein Ziel ist es deshalb ein Buch zu schreiben und die wichtigsten Schnappschüsse von unserem Aufenthalt auf Papier zu bringen. Das Buch wird voraussichtlich im August oder September erscheinen und hängt stark von eurem Interesse ab. Kommen genügend Vorbestellungen zusammen geht das Projekt in den Druck. Ich habe auch vor nächstes Jahr im September oder Oktober in die Schweiz zu kommen und das Buch auf einer Leserreise durch die Schweiz (evtl. auch Deutschland oder Österreich) vorzustellen. In öffentlichen Vorträgen in Gemeinden, Kirchgemeinden, Vereinen, Clubs etc. zeige ich eine multimediale Präsentation über unsere Erlebnisse und natürlich über den Aufbau unserer Schule, das «Colegio Peruano Suizo Oxapampa». Wer Interesse hat sich ein Buch zu sichern oder einen Vortragstermin in seiner Gegend reservieren möchte kann mir das gerne schon jetzt mit einem Mail an walder@didaktis.ch mitteilen.

Für alle die nicht mehr warten können: Hier ein kleines «Müsterli» aus meinem Buch:

Wuffel und die Hühner

Schon als wir in Oxapampa ankamen, schenkte uns mein Schwiegervater Pablo einen Hund aus seiner Zucht. Luana gab ihm den Namen Patrick, und er war unser treuer Begleiter bei unser herausfordernden ersten Zeit nach der Ankunft. Patrick war ein Pekinese, konnte unglaublich laut bellen und diente uns dank seines eindrücklichen Auftritts bestens als Wachhund. Als wir aber schon einige Zeit in unserem eigenen Haus wohnten, dachten wir, dass es aus Sicherheitsgründen besser wäre, einen grösseren Hund anzuschaffen, der auch unser Haus etwas besser würde bewachen können. Wir entschieden uns schliesslich für einen deutschen Schäferhund, weil dieser in der Regel gutmütig zu den Kindern ist und gleichzeitig einen guten Wächter abgibt. Pablo konnte uns schliesslich in Lima einen Schäferhundwelpen besorgen und brachte ihn zu uns nach Oxapampa. Doch der Klimawandel tat dem 2 monatigen Tier gar nicht gut, er kam mit Durchfall bei uns an und wollte lange Zeit nichts essen. Wir gaben ihm deshalb schliesslich Elektrolytgetränke und Reis, womit er nach und nach wieder zu Kräften kam. Bald fanden wir auch eine Namen für das Tier: Luana wollte ihn Wuffel nennen, so wie den Hund aus ihrer Lieblingstrickfilmserie «Die kleine Prinzessin».
Da wir selber Hühner hatten, merkten wir bald, dass der kleine Welpe eine grosse Vorliebe für unser Federvieh hatte. Schon mit vier Monaten war er in der Lage, frei herumlaufende Hühner zu töten. Er machte das natürlich nicht vor unseren Augen, denn er wusste sehr gut, dass er das nicht durfte. Sobald wir aber weg waren und ein Huhn ausgebüchst war, gab es kein Halten mehr und mehr als einmal fanden wir tote Hühner unter dem Haus. So ging unsere kleine Hühnerpopulation langsam aber sicher dem Ende entgegen. Da auch die Nachbarn Hühner züchteten, weitete Wuffel auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern bald sein Jagdgebiet aus, was positive und negative Effekte hatte: Zum Einen hatten wir nun keine Hühner von den Nachbarn mehr im Garten, die Mayneés Blumenbeete jeweils in Schlachtfelder verwandelten, auf der anderen Seite hielt sich die Freude der Nachbarn über den neuen Besucher in ihrem Garten verständlicherweise in Grenzen. Die Angelegenheit ging allmählich ins Geld, weil ich den Nachbarn ständig Hühner ersetzen musste. In meiner Verzweiflung musste ich eine rasche und effektive Lösung finden. So entschied ich mich schliesslich, einen Elektrozaun für Grossvieh zu installieren, was sich an einem Nachmittag umsetzen liess. Den Draht installierte ich 15 cm ab Boden, weil Wuffel immer unter dem Zaun durchging#. Die Installation erwies sich als grosser Erfolg, Wuffel probierte zwar ein paar mal, unter dem Zaun durchzugehen, musste dann aber unter lautem Jaulen lernen, dass sich die Kräfteverhältnisse zu seinen Ungunsten geändert hatten.